CP Pumpen ist auf das Fördern von schwierigen Flüssigkeiten spezialisiert

Wir hatten das Glück, kurz vor den Einschränkungen des Coronavirus das Werk von CP Pumpen besuchen zu können. Das Familienunternehmen hat seinen Sitz in Zofingen, Schweiz, genau im Zentrum des Dreiecks Zürich, Mulhouse, Bern, etwa 50 Kilometer von jeder dieser drei Städte entfernt.

Das erste, was Ihnen auffällt, wenn Sie in dieser Fabrik ankommen, ist ihre absolute Sauberkeit. Etwa 70 Personen stellen zirka 1.500 Pumpen pro Jahr her, mit einem selten gesehenen Grad an Sorgfalt.

Bei einem Rundgang durch die Werkstätten können Sie zunächst einen grossen Maschinenpark entdecken, der im Vergleich zu dem, was Sie vielleicht erwarten, fast zu gross erscheint. Dann wird uns gesagt, dass das Unternehmen nahezu 100 % der Pumpenkomponenten selbst bearbeitet, einschliesslich seiner eigenen Magnetantriebe!

Anschliessend werden wir auf einen humorvollen Rundgang durch das Ersatzteillager, hier "Fort Knox" genannt, geführt. Rohe und bearbeitete Teile werden in perfekter Ordnung im gesamten Kellergeschoss gelagert und sind bereit für die Montage. Die Produktionsstrategie von CP Pumpen ist wie folgt: Alle Pumpen sind so modular wie möglich konstruiert und können so schnell wie möglich zusammengebaut werden. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, mehr als 99 % der Komponenten der meistverkauften Pumpentypen zu bearbeiten und dann auf Lager zu halten. "Dann warten wir auf Kundenbestellungen, und wir können die Pumpen in Rekordzeit montieren, testen und versenden", erklärt Emmanuel Pouffier, Vertriebsbeauftragter für Frankreich, und fährt fort: "Die meisten Pumpenghäuse und Laufräder liegen montagebereit auf Lager."

Die Montage der Pumpen erfolgt auf traditionelle Weise, mit fast uhrmacherischer Sorgfalt. "Das ist es, was das Made in Switzerland ausmacht!", bestätigt unser Gesprächspartner.

CP Pumpen hat sich auf die Konstruktion und Herstellung von magnetisch angetriebenen Kreiselpumpen für die sichere Förderung von bis zu 1.300 m³/h Schadstoffen spezialisiert. Diese in der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie bekannten Pumpen werden hauptsächlich für Flüssigkeiten wie Lösungsmittel, Säuren, Laugen, aber auch für sehr spezifische Flüssigkeiten wie Brom und Schwefel eingesetzt. Tatsächlich versichert der Hersteller, dass er mit der MKP-Reihe (Magnetkupplungspumpen), die mit dem berühmten magnetischen umgekehrten Antriebsprinzip ausgestattet ist, das wegen seiner Kompaktheit und guten internen Wärmeverteilung weltweit einzigartig ist, einer der weltweit führenden Hersteller von Schwefelpumpen ist.

Die Magnete, die sie antreiben, befinden sich im Inneren des Pumpengehäuses. Diese Konstruktion ist ideal zum Pumpen von Schwefel. Ein weiterer Vorteil ist die Schnelligkeit der Montage/Demontage: 20 Minuten reichen laut Hersteller aus; Wartungsabteilungen wissen das zu schätzen! Die MKP ist eine einstufige Normpumpe aus Edelstahl für Fördermengen bis zu 1.300 m³/h. Dank ihrer grossen internen Strömungskanäle kann sie Medien mit bis zu 30 % Feststoffgehalt mit einer Korngrösse von bis zu 1 mm fördern. Natürlich gibt es sie auch in einer Atex-Version, aber nicht nur: In ihrer hygienischen BIO-Version, speziell für sterile Prozesse konzipiert, ist sie zu 100 % entleerbar, kann vor Ort gereinigt oder sterilisiert werden und verfügt über zahlreiche Zulassungen aus der pharmazeutischen Industrie.

Das andere Flaggschiff der Marke ist sicherlich die MKPL, L wie Lined, d.h. die Baureihe der PFA-ausgekleideten, abgeschirmten Pumpen für Fördermengen bis 400 m³/h. Auch hier hat sich der Hersteller nicht halbherzig auf die Zuverlässigkeit konzentriert. Um die Eignung dieser Pumpen für den Einsatz in Vakuumprozessen zu gewährleisten, hat er bearbeitete Ankernuten an Werkstücken, die mit PFA beschichtet sind. Wenn das Innere einer Pumpe unter Vakuum steht, haftet das PFA buchstäblich an der Wand, und die Pumpe erweist sich bei Betriebstemperaturen von -20 bis +200 °C als wesentlich zuverlässiger.

Das Sortiment wird hauptsächlich durch selbstansaugende Pumpen mit PFA- oder Metallauskleidung und Pumpen mit Keramik- oder PFA-Doppeldichtung vervollständigt. Schliesslich fügt der Hersteller hinzu, dass er nach und nach eine Null-Abfall-Politik umsetzt: Seine Pumpen sind hauptsächlich aus Metall und ihre Teile werden in naher Zukunft vollständig reparierbar oder recycelbar sein.

Ein echter Unterschied, so CP Pumpen, im Vergleich zu den oft nur einmal verwendeten Kunststoffpumpen.

In Frankreich verkauft dieser Hersteller etwa 150 Pumpen pro Jahr, alle für sehr schwierige Anwendungen. Seine Referenzen umfassen die grössten Namen der chemischen und pharmazeutischen Industrie.

Dieser Text ist eine deutsche Übersetzung des französischen Originaltextes von Dominique NOCART, EUREKA, Ausgabe Nr. 95 - Juni 2020